Thursday, October 30, 2008

Vierte Tarifrunde für Zeitungsredaktionen - Verleger verringern eigenes Angebot

Vierte Tarifrunde für Zeitungsredaktionen - Verleger verringern eigenes Angebot

Berlin. (red). 28. Oktober 2008. In der vierten Verhandlungsrunde für die rund 15.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen wie für Freie Journalisten hat der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) seine bereits angebotenen linearen Erhöhungen vom 7. Oktober wieder verringert. Die Verleger boten lediglich noch 2,2 Prozent ab 2008 und 1,5 Prozent für ein zweites Jahr an. Die von der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di geforderte Einbeziehung von Onlineredakteurinnen und -redakteuren in den Geltungsbereich des
Tarifvertrages wollen die Verleger vertagen und vorerst nicht erfüllen. Vor der Verhandlung gab es in den letzten Tagen Warnstreiks in mehreren Bundesländern.


Die Verhandlungen wurden nach etwa viereinhalb Stunden ohne Ergebnis auf den 10. November 2008 voraussichtlich in Hamburg vertagt.

"Die Verleger wollen den Reallohnverlust für Zeitungsjournalisten aus den Vorjahren fortsetzen. Das wird von uns nicht akzeptiert", erklärte ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke. "Es ist nicht einzusehen, dass die Journalisten der Tageszeitungen angesichts gestiegener Anforderungen von der allgemeinen Einkommensentwicklung
abgekoppelt werden."

3mnewswire.org

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